Die Orgelkommission

Orgel, Seitenansicht
Mit der neuen großen Konzertorgel in der Philharmonie Mercatorhalle leistet Duisburg einen wichtigen Beitrag zur vitalen und innovativen Orgelszene an Rhein und Ruhr. Drei markante Persönlichkeiten dieser Szene bilden die Duisburger Orgelkommission, die in enger Zusammenarbeit mit der Bautzener Orgelbaufirma Hermann Eule Planung und Ausführung des Projektes kompetent und engagiert begleitet hat. Marcus Strümpe, Peter Bartetzky und Roland Maria Stangier.
Vorsitzender der Kommission ist Dr. Alfred Wendel, Schriftführer/Bauleiter Wilfried Gehse.



Roland Maria Stangier studierte in Würzburg und Paris u.a. bei Zsolt Gárdonyi und Daniel Roth. Er war Stipendiat der Berliner Alliierten des erstmals an einen Organisten vergebenen "Luftbrücken-Gedenkfonds-Stipendium" (Bourse du mémorial du pont aérien) in Paris und Strasbourg bei Daniel Roth und André Fleury. Danach wurde er Bezirkskantor in Schopfheim (Baden), Kantor und Organist an der Matthäuskirche Berlin-Steglitz, Kirchenmusiker an der Hauptkirche St. Petri und Dirigent des Hamburger Bachchors, Hauptorganist der reformierten Stadtkirche Solothurn, Schweiz. Stangier unterrichtete an der Hochschule für Künste Bremen und an der Erzbischöflichen Kirchenmusikschule Berlin und ist Initiator des Internationalen Improvisationswettbewerbs "Maurice Duruflé" Hamburg. 1994 folgte ein Ruf an die Folkwang Hochschule Essen als Professor für Orgel und -Improvisation. Seit 2003 ist er außerdem Kustos der neuen Kuhn-Orgel der Essener Philharmonie.


Marcus Strümpe ist seit 2007 Kantor und Organist der Salvatorkirche Duisburg und ihrer neuen Kuhn-Orgel. Er studierte an der Folkwang-Hochschule Essen sowie an der Musikhochschule Trossingen. Von 1990 bis 1993 war er Chorassistent von Prof. Ralf Otto in Essen und zuständig für Korrepetition, Einstudierung und Organisation. Dirigierkurse bei Sergiu Celibidache und Frieder Bernius schlossen sich an. Als Organist wurde Strümpe von Prof. Gerd Zacher und Prof. Christoph Bossert ausgebildet. Meisterkurse führten ihn auch zu Ewald Kooiman, Harald Vogel, Michael Radulescu und Jon Laukvik. Er war als Organist in bedeutenden Kirchen Deutschlands (Kaiser-Wilhelm Gedächtniskirche Berlin, Ulmer Münster, Dom zu Erfurt usw.) sowie bei Orgelfestivals in Spanien, Italien, Irland und Frankreich zu hören. Seit seinem Amtsantritt als Leiter des Philharmonischen Chores im Jahre 2003 ist Strümpe darüberhinaus auch als Organist mit den Duisburger Philharmonikern verbunden. Marcus Strümpe ist Mitorganisator des alljährlich stattfindenden "Orgelfestival Ruhr" sowie einer umfassenden Orgelreihe für das Kulturhauptstadtjahr 2010 mit dem Titel „Orgellandschaft Ruhr“, aus der neben ca. 500 Orgelkonzerten auch eine CD-Produktion, sowie eine Buchveröffentlichung erwächst.


Peter Bartetzky wurde 1955 in Gleiwitz, Oberschlesien geboren. Nach dem Abitur am Max Planck-Gymnasium in Duisburg-Meiderich, Studium der Schulmusik an der Staatlichen Hochschule für Musik (Folkwang-Hochschule) in Essen. Nach einem Studienaufenthalt in Wien (Kirchenmusik) 1981 Beginn eines kirchenmusikalischen Studiums an der Staatlichen Hochschule für Musik in Düsseldorf (Orgel bei Prof. Heinz-Bernhard Orlinski) Bartetzky ist seit 1981 Kirchenmusiker an der Abteikirche in Duisburg-Hamborn. 1983 legte er die Staatliche Prüfung für Kirchenmusiker ab (A-Examen mit dem Gesamtergebnis sehr gut), anschließend folgten weitere Studien bei Prof. Rosalinde Haas. 1984 errang er den 1. Preis beim hochschulinternen Wettbewerb für künsterlerisches Orgelspiel und Improvisation (Gottfried-Schreuer-Preis), 1986 folgte das Konzertexamen. Seit 1988 ist Peter Bartetzky Lehrbeauftragter für Musiktheorie an der Staatlichen Hochschule für Musik in Düsseldorf. Bartetzky spielt regelmäßige Orgelkonzerte in ganz Deutschland, internationale Konzerte in der Schweiz, Österreich, Niederlande, Spanien, Polen (Warschau, Kathedrale), England (King's College, Cambridge, Coventry, Canterbury und Newcastle upon Tyne), USA (New York, St. Patrick's Cathedral) .


Dr. Alfred Wendel, 1958 in Werl in Westfalen geboren, studierte in Göttingen Musikwissenschaft, Pädagogik und Kunstgeschichte. Berufliche Stationen waren: Mitarbeiter im künstlerischen Betriebsbüro der Internationalen Göttinger Händel-Festspiele, Veranstaltungsleiter des Rheingau Musik Festivals in Wiesbaden und Leiter Administration des Klavier-Festivals Ruhr beim Initiativkreis Ruhrgebiet in Essen. Seit dem ersten Februar 2006 ist Alfred Wendel Intendant der Duisburger Philharmoniker. Er hat nicht nur das Erscheinungsbild des traditionsreichen Orchesters modernisiert, sondern auch durch eine attraktive inhaltliche Konzeption der Duisburger Konzertreihen ein deutliches Ansteigen der Besucherzahlen erreichen können. Beim Orgelprojekt fungierte er als Vorsitzender.


Wilfried Gehse, geboren 1951 in Dortmund, studierte ab 1970 Kontrabass in Dortmund, Münster und Köln. 1976 erhielt er ein Engagement als Kontrabassist bei den Duisburger Philharmonikern. Seit 1977 unterrichtete er das Fach Kontrabass an der Niederrheinischen Musik- und Kunstschule Duisburg. 1999 übernahm er die Geschäftsführung der Duisburger Philharmoniker. Das Orgelprojekt begleitete er als Schriftführer/Bauleiter. In dieser Funktion war er für die gesamte Planung, Organisation und Durchführung der vorbereitenden Arbeiten in Bezug auf die Orgelkommission und die Firma Eule zuständig. Zudem koordinierte er die vorbereitenden Maßnahmen der Stadt Duisburg.