Orgelkonzerte in der Philharmonie
Mercatorhalle 2011 / 2012
Einzelkarten 6,00 (keine Ermäßigung), freie
Platzwahl!
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2011

Präludien, Toccaten und GlockenspieleToccata
1
Sa 24. September 2011, 16.00 Uhr Philharmonie
Mercatorhalle
Jean-Christophe Geiser Orgel
Felix
Mendelssohn Bartholdy Praeludium und Fuge in c-Moll op.
37/1 Léon Boëllmann Suite gothique op. 25 Guy
Ropartz Prélude funèbre Théodore
Dubois Toccata Louis Vierne Carillon op. 31/21
Prélude op. 31/4 Carillon de Westminster op. 54/6
Erst 26 Jahre alt war Jean-Christophe Geiser, als er zum Organisten der
Kathedrale von Lausanne berufen wurde, dem bedeutendsten gotischen Kirchenbau
der Schweiz. Seit 1992 ist er in diesem Amt und zugleich als
künstlerischer Leiter der Société des concerts de la
Cathédrale tätig; inzwischen lehrt er auch als Professor
für Orgel am Konservatorium von Lausanne. 1964 in Biel geboren, studierte
Jean-Christophe Geiser zunächst Orgel und Klavier am Konservatorium in
Bern und setzte seine Ausbildung anschließend bei François-Henri
Houbart an der Kirche Sainte-Marie-Madeleine in Paris fort. Seine solistische
Karriere führte ihn bisher in über dreißig Länder Europas,
in die USA und in die ehemalige UdSSR. Er spielte unter anderem Konzerte in den
Kathedralen von Hamburg, Helsinki, Oslo, Notre-Dame de Paris, Washington DC,
St. Martin-in-the-Fields in London sowie in der Philharmonie von St.
Petersburg. Mit seinem Duisburger Programm huldigt Jean-Christophe Geiser der
großen französischen Orgelromantik und ihren bedeutendsten
Vertretern. Besonders reizvoll ist Louis Viernes Fantasie über das
berühmte Glockenspiel aus dem Uhrenturm des Londoner Westminster Palace.
Da kommt zugleich auch ein Hauch britischer Noblesse ins sensitive
französische Programm sehr zurecht, denn schließlich ist die
prachtvolle neue Eule-Orgel der Philharmonie Mercatorhalle ein Instrument
englischer Bauart.


Orgel-ObsessionenToccata 2
Sa 05. November
2011, 16.00 Uhr Philharmonie Mercatorhalle
Cameron
Carpenter Orgel
Das Programm wird auf die jeweilige Orgel
abgestimmt und daher erst am Konzerttag bekannt gegeben!
Ja,
man hätte es schon gern genauer gewusst, was Cameron Carpenter zur
erfolgreichen Orgelreihe in der Philharmonie Mercatorhalle beitragen wird. Aber
der amerikanische Star-Organist mag sich nicht in die Fesseln gedruckter
Werkfolgen begeben er zieht Überraschungsprogramme vor. Wer ihn
einmal erlebt hat, weiß warum: Cameron Carpenters Orgelspiel ist ein
Elementarereignis, ein geradezu körperlich spürbares Musikerlebnis.
Hochvirtuose Klangkaskaden stürzen wie Wasserfälle in den Raum, die
Register beginnen zu tanzen, der Klang schwillt an und ab wie tönende
Gezeiten. Und wenn der Feuerkopf im Paradiesvogel-Outfit Chopins
Revolutionsetüde mit den Füßen (!) spielt, dann
verblassen vor dieser phänomenalen Pedaltechnik sogar die Step-Exzesse von
Fred Astaire & Co. Cameron Carpenter machte bereits im Alter von elf Jahren
mit einer Aufführung von Bachs Wohltemperiertem Klavier von
sich reden. Später studierte er an der renommierten Juilliard School in
New York schon da mussten sich seine Lehrer damit abfinden, dass der
junge Musiker mit der staubigen Erhabenheit der Orgeltradition nicht viel im
Sinn hatte. Bach-Fugen und Liszts Mephisto-Walzer, Mahlers
fünfte Sinfonie und Rodgers Slaughter on Tenth Avenue
das passt im Klangkosmos des exzentrischen Genies problemlos
nebeneinander. Dahinter steckt indes keine oberflächliche Gefallsucht,
sondern eine geradezu obsessive Leidenschaft für die Musik, mit der
Cameron Carpenter das Publikum unmittelbar in seinen Bann zieht.

KreuzwegToccata 3
Sa 24. März 2012,
16.00 Uhr Philharmonie Mercatorhalle
Christian Schmitt
Orgel
Marcel Dupré Der Kreuzweg op. 29
Zehn
nationale und internationale Preise hat er gewonnen, 20 CDs aufgenommen und
Produktionen für sämtliche ARD-Rundfunkanstalten gemacht. Er
konzertierte mit den Bamberger Symphonikern, dem Orchester der Beethovenhalle
Bonn und den größten deutschen Rundfunkorchestern. Er arbeitete mit
Dirigenten wie Michael Gielen, Reinhard Goebel, Roy Goodman, Christoph Poppen,
Sir Roger Norrington oder Marek Janowski. Und das ist keineswegs die Summe
einer langen, erfüllten Musikerbiographie: Christian Schmitt, 1976 im
saarländischen Erbringen geboren, zählt zu den erfolgreichsten
Organisten der jüngeren Generation. Schon im Studium legte er ein
beeindruckendes Tempo vor, erwarb gleich mehrere Diplome an den Hochschulen von
Saarbrücken, Frankfurt und Boston. Daneben fand er noch Zeit,
berühmten Kollegen wie Gillian Weir, Lionel Rogg und Almut
Rößler bei Meisterkursen auf die Finger zu sehen. Inzwischen ist er
selbst ein gefragter Lehrer, unterrichtet in Saarbrücken und nimmt
regelmäßig Gastdozenturen an den Musikhochschulen von Boston,
Cremona, Oslo, Mexiko, Moskau, Seoul, Taschkent und zum wiederholten
Male in Bogota wahr. Seine Interpretation von Marcel Dupres großem
Passionszyklus Le Chemin de la Croix (Der Kreuzweg),
eines der bedeutendsten und fesselndsten Orgelwerke des 20. Jahrhunderts, wird
vom WDR mitgeschnitten.
In Kooperation mit
WDR 3

Bilder einer AusstellungToccata 4
Sa 26.
Mai 2012, 16.00 Uhr Philharmonie Mercatorhalle
Mareile
Schmidt Orgel Kersten Hanke Schlagzeug
Franz
Liszt Zwei Konzertetüden: Waldesrauschen und
Gnomenreigen Thierry Escaich Ground II
für Schlagzeug und Orgel Casey Cangelosi
Einherja für Schlagzeug Modest
Mussorgsky Bilder einer Ausstellung in der Bearbeitung
für Orgel und Schlagzeug
Für Ballett war ich zu
groß, lautet Mareile Schmidts augenzwinkernde Antwort auf die
Frage, was sie zur Musik gebracht habe. Dafür hatte sie schon als
Elfjährige keine Mühe, von der hohen Orgelbank aus die Pedale zu
erreichen. Das allein dürfte allerdings kaum die rasante Karriere
erklären, die Mareile Schmidt mit gerade mal 27 Jahren zur jüngsten
Orgelprofessorin Deutschlands machte 2010 wurde sie an die
Kirchenmusikschule Bayreuth berufen. Aber selbst diese erstaunliche
Überflieger- Leistung kommentiert sie mit sympathischem Understatement:
Das erledigt sich auch irgendwann, wenn ich älter werde.
Mareile Schmidt wuchs in Straelen am Niederrhein auf, ging mit 16 Jahren als
Jungstudentin an die Düsseldorfer Musikhochschule und wechselte
später nach Köln, wo sie Examina in Orgel, Cembalo und
Klavierpädagogik machte. Für ihre erste Stelle musste sie sich nicht
weit weg begeben sie wurde Kantorin in Hürth, vor den Toren der
Domstadt, wo sie mit einer viel beachteten Konzertreihe sogleich
Maßstäbe setzte. In der Philharmonie Mercatorhalle ist sie an der
Seite des Perkussionisten Kersten Hanke zu erleben, der aus dem Sauerland
stammt, gleichfalls in Köln und Düsseldorf studierte und 2008 als 1.
Schlagzeuger zu den Duisburger Philharmonikern stieß. Gemeinsam spielen
sie unter anderem eine ebenso klanggesättigte wie rhythmisch pointierte
Bearbeitung von Modest Mussorgskys Klavierzyklus Bilder einer
Ausstellung.

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