Konzert
11. Philharmonisches Konzert

Bildgewaltig

mit Stefan Blunier
Werke von Sergej Rachmaninow | Max Reger und Modest Mussorgsky
„Ich mag es, wenn Programme eine übergeordnete Idee haben“, verrät Stefan Blunier im Gespräch zur neuen Spielzeit. Und genau die gibt es im 11. Philharmonischen Konzert, mit Bezügen auf unterschiedlichen Ebenen: drei Werke dreier Komponisten, die sich ganz konkret auf verschiedene Bilder beziehen. Das düstere Landschaftsgemälde „Die Toteninsel“ des symbolistischen Malers Arnold Böcklin hat Sergej Rachmaninow zu seiner sinfonischen Dichtung mit dem gleichen Namen inspiriert. Trauer und Schmerz liegen über diesem Abschied vom Leben, in dem der Komponist mehrfach das „Dies irae“-Motiv der gregorianischen Totenmesse zitiert. Auch Rachmaninows Zeitgenosse Max Reger – beide wurden im selben Jahr geboren – nimmt in seinen vier Tondichtungen Bezug auf Böcklins „Toteninsel“, aber auch auf das ausschweifende „Bacchanale“, den geigenden Eremiten in „Der Einsiedler“ und „Das Spiel der Najaden“ in den Wellen, das Reger mit einer virtuosen Instrumentierung in klingende Bilder übersetzt. Einem rumpelnden Ochsenkarren, einem kecken Ballett schlüpfender Küken und dem wilden Ritt der Hexe Baba Jaga begegnen wir danach in den „Bildern einer Ausstellung“ von Modest Mussorgsky. In seiner prachtvollen Orchestrierung des im Original für Klavier geschriebenen Zyklus rahmt der durchaus eigenwillige Leopold Stokowski die Bilder neu: eine spannende Alternative zu der populären Fassung von Maurice Ravel.