Konzert
3. Philharmonisches Konzert
Mein Vaterland
Werke von Anatoli Ljadow | Antonín Dvořák und Bedřich Smetana
Bedřich Smetana ist der Vater der tschechischen Musik: Indem er den romantischen Tonfall der deutschsprachigen Komponist:innen mit dem Idiom böhmischer Volksmusik verband, schenkte er seinen Landsleuten eine spezifisch nationale Musiksprache. Eine exponierte Rolle im aufkeimenden tschechischen Nationalbewusstsein nahm – der Titel verrät es schon – die sinfonische Dichtung „Mein Vaterland“ ein. Mit dem zweiten Satz daraus, einem tonmalerischen Porträt der „Moldau“, gelang Smetana gleichzeitig ein absoluter Welthit. Der kompositorische Boden war also bestellt für den rund 20 Jahre jüngeren Antonín Dvořák, der ebenfalls eine Schlüsselrolle in der Musikkultur seiner tschechischen Heimat einnimmt. Und auch im Finale von seinem Violinkonzert begegnen wir einem nationalen Tonfall, geprägt durch furiose böhmische Tanzrhythmen und Anklänge an slawische Volkslieder. Geschrieben hat er sein einziges Violinkonzert übrigens für Joseph Joachim, für den auch Dvořáks Freund und Förderer Johannes Brahms komponiert hat. Und hier schließt sich der Kreis, denn der Solist des 3. Philharmonischen Konzerts hat 2024 den geteilten 1. Preis beim Joseph Joachim Violinwettbewerb in Hannover gewonnen. Als Konzertpartner des Wettbewerbs bieten die Duisburger Philharmoniker im Nachgang einer Finalistin oder einem Finalisten eine Bühne. Dieses Mal fiel die Wahl auf den jungen kanadischen Geiger Jacques Forestier.
Anatoli Ljadow
„Kikimora“ op. 63
Antonín Dvořák
Konzert für Violine und Orchester a-Moll op. 53
Bedřich Smetana
„Mein Vaterland“ (Auszüge)
„Kikimora“ op. 63
Antonín Dvořák
Konzert für Violine und Orchester a-Moll op. 53
Bedřich Smetana
„Mein Vaterland“ (Auszüge)
Konzertführer Live an den Konzerttagen um 18:30 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle
Besetzung
