Konzert
9. Philharmonisches Konzert

The World’s Wife

mit Baldur Brönnimann & Claire Booth
Werke von Grażyna Bacewicz | Brett Dean und Robert Schumann
Knapp 15 Jahre lang spielte Brett Dean Bratsche bei den Berliner Philharmonikern, verließ dann das Spitzenorchester 1999, um sich mehr aufs Komponieren zu konzentrieren – und das mit Erfolg: Vor einigen Jahren schrieb er ein Cellokonzert für Alban Gerhardt, ehemals Artist in Residence der Duisburger Philharmoniker, und im Frühjahr 2026 feierte seine neue Oper „Of One Blood“ ihre Uraufführung an der Bayerischen Staatsoper in München. Noch neuer ist der Lieder-Zyklus „The World’s Wife“, den die Duisburger Philharmoniker als deutsche Erstaufführung präsentieren, nach der Uraufführung bei den BBC Proms. Die Texte dazu stammen von der zeitgenössischen Dichterin Carol Ann Duffy, darunter der titelgebende Gedichtband „The World’s Wife“. Darin gibt die schottische Lyrikerin den Frauen eine Stimme, die in der Geschichte, der Mythologie, der Literatur meist ein Schattendasein fristen mussten, oft die (manchmal auch fiktiven) Ehefrauen „berühmter“ Männer. So werden etwa Mrs. Darwin oder Mrs. Icarus von Dean mit großer stilistischer Bandbreite – vom Kunstlied über opernhafte Elemente bis hin zu bissigem Kabarett – zum Leben erweckt. Den Vokalpart übernimmt dabei Claire Booth, die auch die Uraufführung gestaltet hat. Eingerahmt wird „The World’s Wife“ vom neoklassizistischen Konzert für Streicher der polnischen Komponistin Grażyna Bacewicz und Robert Schumanns 2. Sinfonie, die von düsteren Seelentönen bis zum energisch auftrumpfenden Finale führt.

Besetzung
Baldur Brönnimann
Claire Booth