Konzert
12. Philharmonisches Konzert

Vermächtnisse

mit Domingo Hindoyan & Anastasia Kobekina
Werke von Courtney Bryan | Edward Elgar und Béla Bartók
Die russische Cellistin Anastasia Kobekina beherrscht alle virtuosen Kunststücke auf ihrem Instrument aus dem Effeff. Fast noch mehr beeindruckt sie allerdings durch noble Phrasierungskunst und subtile Farbnuancen. Ideale Voraussetzungen also für das Cellokonzert von Edward Elgar, das so gar nicht dem üblichen Gestus eines Virtuosenkonzerts entspricht. Als der englische Komponist an seinem letzten großen Orchesterwerk arbeitete, tobte der Erste Weltkrieg, Freunde starben – und dann wird auch noch seine Frau Alice schwer krank. Und so entsteht ein Werk voller Tragik und Abschiedsstimmung, mit dem Cello als klingendem Doppelgänger seiner selbst. Vor diesem bewegenden Solokonzert pflegen die Duisburger Philharmoniker ihr traditionell starkes Engagement in der zeitgenössischen Musik: mit der deutschen Erstaufführung eines neuen Werks der Komponistin Courtney Bryan. Die stammt aus New Orleans und verbindet in ihrer Klangsprache Einflüsse der verschiedensten Genres miteinander, darunter Jazz, Gospel und Spiritual. Inspiriert ist das Stück, nach eigener Aussage, vom Leben von Rebecca Cox Jackson, einer visionären afroamerikanischen Leitfigur, die im Philadelphia des 19. Jahrhunderts eine christliche Gemeinschaft mit überwiegend schwarzen Frauen gründete. Am Ende des Programms steht Béla Bartók, und auch der war ein Visionär. Das Konzert für Orchester ist nicht nur sein beliebtestes Werk, sondern auch – ähnlich wie bei Elgar zuvor – sein letztes vollendetes Orchesterwerk.

Besetzung
Domingo Hindoyan
Anastasia Kobekina