Schauspiel
© Jörg Brüggemann

De Profundis

von Oscar Wilde in einer Bearbeitung von Oliver Reese

Deutsch von Mirko Bonné

Berliner Ensemble zu Gast im Theater Duisburg
Oscar Wilde wurde 1895 zu zwei Jahren Haft verurteilt – weil er provozierte; weil er sich über Konventionen hinwegsetzte, weil er Männer liebte und sich nicht versteckte. Sein Strafprozess war ein Exempel – weniger gegen eine Tat als gegen eine Haltung, gegen seinen unbändigen Drang nach Freiheit und Anerkennung. Sein langer Brief an Alfred „Bosie“ Douglas aus dem Gefängnis, der unter dem Titel „De Profundis“ bekannt wurde, ist der letzte Aufschrei eines gebrochenen, aber nicht gebändigten Geistes; das Protokoll eines Menschen, der stets nach den Grenzen seines bürgerlichen Lebens gesucht und der am Ende alles verloren hat.

Wilde schreibt mit größter literarischer Meisterschaft von Verachtung und Einsamkeit, von Stolz und Schmerz. Und über eine Gesellschaft, die nicht duldet, was sie nicht versteht. Was lässt sich noch hoffen, wenn man nichts mehr hat außer sich selbst? Oliver Reese bringt Wildes sprachgewaltigen Versuch, sich durch die Kunst das Leben zurückzuerobern, mit Jens Harzer auf die Bühne. Für die Frankfurter Allgemeine Zeitung gehört „De Profundis“ zu den zehn besten Inszenierungen des Jahres 2025.

Dauer: ca. 1 Stunde 50 Minuten, keine Pause
Team
Oliver Reese
Hansjörg Hartung
Elina Schnizler
Jörg Gollasch
Besetzung
Jens Harzer

Februar

Mi10
19:30 - 21:20
Gastspiel
19:30 - 21:20
Gastspiel

Großes Haus

31,00 27,00 23,00 19,00 15,00 12,00
Gemischtes Abo J
Do11
19:30 - 21:20
Gastspiel
19:30 - 21:20
Gastspiel

Großes Haus

31,00 27,00 23,00 19,00 15,00 12,00
Gemischtes Abo H