© Sascha Kreklau

Schauspiel Duisburg

Liebes Publikum, sehr geehrte Damen und Herren,
„ein kleines Theaterwunder“, urteilte die WAZ über unsere Premiere von „Draußen vor der Tür“ Anfang Januar im FOYER III und berichtet: „Es wird erstaunlich viel gelacht an diesem Abend. Doch die Regisseurin beherrscht auch den Tempowechsel. Sie gibt dem Schmerz ebenso Raum wie der aufkeimenden Hoffnung. Wie in ein Abenteuer stürzen sich ihre viere Darstellerinnen und Darsteller auf Borcherts Text und man schaut ihnen gebannt bei diesem Abenteuer zu.“ Im Februar haben Sie noch dreimal die Gelegenheit das „sensationelle Regiedebüt des ‚Spieltrieb‘-Mitglieds Juliette van Loon“ (Rheinische Post) zu erleben.

Im Großen Haus starten wir unser Programm im närrischen Monat am 02. Februar mit FAMILIE FLÖZ. In „INFINITA" spielt das Leben selbst die Hauptrolle, seine kreative Kraft, die uns scheitern und triumphieren lässt. Wie immer beim Berliner Maskentheater erwartet Sie ein Abend, der ohne das gesprochene Wort auskommt. Ein Abend, der sich in temporeicher und komödiantischer Szenenfolge dem Werden und Vergehen menschlicher Existenzen annimmt: „In der Kinderstube und im Altersheim gleicht sich der Mensch in einem: Er muss sehen, wie er in verwirrenden und unvertrauten Situationen zurechtkommt – muss sehen, wie er in die Welt hineinfindet und wieder aus ihr heraus. Natürlich füllt die Familie Flöz die Begegnungen der Alten wie der Kinder virtuos mit allerlei Scharmützeln und Kabbeleien auf – aber was diesen Abend bei allem Humor bewegend macht, sind die stillen Momente, denen genügend Raum gegeben wird.“ (Südkurier)




Ebenfalls im Großen Haus zeigen wir am 04. Februar 2024 zum letzten Mal unsere Koproduktion mit dem Kieler Schauspieler und Sänger Dirk Schäfer: „Der Tod und ein Mädchen“. Eine musikalische Spurensuche, ausgehend von einem lange verschwiegenen Familiengeheimnis. Dirk Schäfer spürt der zersetzenden Kraft des Vergessens nach, thematisiert den gesellschaftlichen und familiären Boden, auf dem für seine Tante Ende 1943 in Deutschland kein Platz mehr vorgesehen war. Vor allem durch eigene Texte und Lieder, aber auch in Anklängen von Lasker-Schüler, Brahms oder Kreisler wird sie Stück für Stück von ihrer Namenlosigkeit befreit. „Schäfer rezitiert, spielt und singt sich die Seele aus dem Leib … Gänsehaut und stehende Ovationen.“ (Kieler Nachrichten)

Auf der Bühne begrüßen wir am 25. Februar einmal mehr Bühne Cipolla mit ihrem Figurentheater für Erwachsene mit Live-Musik. Mit „Bestie Mensch" nach dem Kriminalroman von Émile Zola widmen sich Sebastian Kautz und Gero John einem beklemmend aktuellen Phänomen: dem Mangel an Empathie und die zunehmende soziale Kälte in der Gesellschaft. „Bestie Mensch“ war die erste Koproduktion des Schauspiel Duisburg mit Bühne Cipolla. Die intensive Zusammenarbeit setzen wir im Mai mit der Premiere von „Dr. Fischer aus Genf oder Die Bomben-Party“ fort.

Im Opernfoyer haben wir in diesem Monat gleich zwei besondere „Extras“ im Programm. Am 07. Februar freuen wir uns auf Ursula Wawroschek mit ihrem Solo „Diva-Abend …Eine Pianistin ist auch dabei“. Seit acht Jahren ist Ursula Wawroschek als Pianistin an der Seite von Kai Bettermann regelmäßig im FOYER III in „Being Freddie Mercury“ zu erleben. Jetzt erzählt sie kabarettistisch mit viel Augenzwinkern aus dem Leben einer Klavierbegleiterin.

Und wir starten unsere neue Veranstaltungsreihe „TXT@night“. Bis Mai laden wir Sie einmal im Monat zu einer besonderen Literatur-Performance ins Opernfoyer ein, zu einem Blick auf neue Texte und Konzepte. Wir haben vier sehr unterschiedliche Autor*innen gebeten, ihre Texte mit uns zu teilen und diese nicht im Rahmen einer herkömmlichen Lesung, sondern performativ zu präsentieren. Den Auftakt macht am 20. Februar, um 20.30 Uhr der Hamburger Autor Anton Pleva. In Megazorn 3 „Das egoistische Megaende von alles“ verbindet er eine clowneske Trash-Agentengeschichte mit wissenschaftlichen Arbeiten zu einem außergewöhnlichen Theatertext über die Klimakatastrophe. Im Anschluss an diese Leseperformance sind Sie eingeladen mit uns bis Mitternacht im Opernfoyer bei elektronischer Tanzmusik von Tzwiebe & Resuraction zu feiern.

Außerdem im Programm in unserer kleinen Spielstätte unter dem Dach: „Woyzeck", „How to Date a Feminist" und Being Freddie Mercury". Für die krankheitsbedingt ausgefallenen Vorstellungen „Krabat“ von Otfried Preußler im Dezember können wir Ihnen zu unserer großen Freude Endes des Monats zwei Ersatzvorstellungen anbieten. Wir spielen die Koproduktion mit TOBOSO zusätzlich am Montag, 26. Februar 2024, um 19:30 Uhr und am Dienstag, 27. Februar 2024, um 11:00 Uhr im FOYER III. Sichern Sie sich noch eine der wenigen verfügbaren Karten.

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zur Spiel­zeit
2023-24
Entdecken Sie unsere Premieren, Gastspiele und Wiederaufnahmen
Hochkarätige Gastspiele und spannende Eigen- und Koproduktionen machen den Spielplan des Schauspiel Duisburg aus. Besonderer Schwerpunkt: Produktionen mit jungen Menschen aus der Region im Rahmen von „Spieltrieb - Jugendclub im Theater Duisburg".

Vor, auf
und hinter
der Bühne

Schauspiel hat es in der langen Geschichte des Theaters Duisburg immer gegeben - schließlich wurde das Haus 1912 mit Lessings „Minna von Barnhelm“ eröffnet. Ein eigenes Schauspiel Ensemble hingegen nie. Das hat sich 2005 mit der Gründung von „Spieltrieb – Jugendclub im Theater Duisburg“ geändert. Seit 2010 entsteht pro Saison auch eine Produktion mit professionellen Schauspielern. Seit 2012 kommt es dabei immer wieder zu Projekten, in denen sich die Ebenen vermischen, bei denen jugendliche Laien mit professionellen Schauspielern auf der Bühne stehen. Seit 2019 werden wir dafür auch im Programm „NEUE WEGE“ vom Land NRW gefördert.

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