Oper

Lisa Reutelsterz

Lisa Reutelsterz ist Medienkünstlerin und interdisziplinäre Designerin. In ihrer künstlerisch-forschenden Praxis untersucht sie die Codierungsmöglichkeiten des menschlichen In-der-Welt-Seins und erweitert diese durch theoretische wie spekulative Zugriffe. Durch das Erkunden und Dekonstruieren von Theorien aus Neurowissenschaften, Technologie- und Technikphilosophie, Affective Computing sowie Gedächtnisforschung entwickelt sie Szenarien, die sich gleichermaßen an Science-Fiction-Narrativen wie an realweltlichen technologischen Entwicklungen orientieren und diese kritisch hinterfragen. Ihre Arbeiten entstehen häufig aus einer intensiven research-basierten Auseinandersetzung und transformieren komplexe theoretische Gefüge in ästhetische Erfahrungsräume. Dabei kombiniert sie Video, Film, Sound und Sprache, um in deren Zusammenspiel neuartige Potenziale der Wissensgenerierung und -vermittlung zu eröffnen.
Nach einem Designstudium in Köln und Japan absolvierte sie ein postgraduales Diplomstudium an der Kunsthochschule für Medien Köln, das sie 2024 mit Auszeichnung und der Mixed-Media Installation „this S. does not exist“ in den Schwerpunkten experimentelle Informatik und Experimentalfilm abschloss.
Als Videokünstlerin und Sound Designerin war sie in den letzten Jahren zudem in mehreren Theaterproduktionen aktiv. 2020 bis 2021 realisierte sie gemeinsam mit Carolin Schabbing das VR-Theaterprojekt „try e.m.i.s. now“, das sich mit spekulativen Zukunftsszenarien eines möglichen Bewusstseins-Uploads auseinandersetzte. Seit 2021 wirkte sie außerdem in verschiedenen ausgezeichneten Live-Film-Theaterarbeiten des freien Künstler*innenkollektivs TRAFIQUE mit; 2023 folgten weitere Produktionen im Rahmen von DIPHTHONG.