© Jörg Brüggemann
Schauspiel

Schauspiel Duisburg

Liebes Publikum, sehr geehrte Damen und Herren,
der März ist traditionell Festival-Monat. In diesem Jahr lautet das Thema der Duisburger Akzente: „Begegnungen – Was uns trennt – was uns verbindet“. Und das Berliner Ensemble beschert dem THEATERTREFFEN dazu eine „Brecht-Klammer“. Den Auftakt machte Oliver Reeses musikalisch-literarischer Revue „Fremder als der Mond“. „Da kriegt man Gänsehaut, so aktuell ist Brecht noch immer“, urteilte die Berliner Morgenpost zur Premiere.

Und zum Abschluss des THEATERTREFFEN am 18. und 19. März freuen wir uns, Suse Wächter mit ihren Puppen bei uns begrüßen zu dürfen. In „Brechts Gespenster“ hat sie eine Welt erschaffen, die von Wiedergänger*innen des 20. Jahrhunderts bevölkert wird. In ihrer beeindruckenden Inszenierung erscheinen unsterbliche Stars, die Dämonen der Geschichte und die unvergessenen Held*innen, die in unseren Träumen weiterleben. Über hundert Puppenfiguren, die täuschend echte Nachbildungen dieser „Untoten“ sind, lassen die Geister vergangener Zeiten lebendig werden. In ihrer Aufführung wird Bertolt Brecht, der „Hausgott“ des Berliner Ensembles, von den zahlreichen Gespenstern heimgesucht, denen er während seines langen Exils und seiner Rückkehr an das Theater am Schiffbauerdamm begegnete. „Jetzt unternimmt die wunderbare und sowieso nicht genug zu preisende Puppenbauerin, Regisseurin und Autorin Suse Wächter auf der großen Bühne eine ziemlich lustige Geisteraustreibung.“ (Süddeutsche Zeitung)

Dazwischen gibt es zwei Premieren und weitere spannende Gastspiele.





Am Sonntag, den 1. März, machen Martin Bretschneider, Atdhe Ramadani und Aeham Ahmad mit ihrem selbstentwickelten Abend „A Mission for Sisyphos“ bei uns Auf der Bühne Station. Ihre Produktion verbindet den antiken Mythos von Sisyphos mit modernen Themen wie Flucht, Ausgrenzung und der Suche nach Sinn in einer absurden Welt. Musikalisch wird der Abend von Aeham Ahmad begleitet, der als „Pianist aus den Trümmern“ bekannt ist. „Eine beeindruckende Kollage, zusammengehalten durch die brillante Musik des Pianisten.“ (Kölner Stadtanzeiger).

Die erste Premiere im Rahmen des THEATERTREFFEN steht dann am 6. März auf dem Programm. Im FOYER III präsentiert Spieltrieb „Ein Zimmer für sich allein“ von Virginia Woolf. Für ihre erste Arbeit mit dem Jugendclub hat sich Schauspielerin Sina Ebell Woolfs bahnbrechendes feministisches Werk ausgesucht. Obwohl Woolfs Essay keine herkömmliche Geschichte entwickelt, entfaltet er durch seinen pointierten Stil – mit gleichnishaften Handlungsfragmenten, kritisch-witzigen Einsichten und (fiktiven) historischen Frauen-Figuren – einen vielfältigen Kosmos, der zu theatraler Auseinandersetzung einlädt. Gemeinsam mit einem zehnköpfigen Ensemble begegnet ihre Inszenierung dem Text mit spielerischer Neugier.

Am 7. März dürfen wir die einmal mehr die legendäre Schweizer Figurentheaterformation MUMMENSCHANZ begrüßen, die mit ihrer einzigartigen Pantomime weltweit für unvergessliche Theaterabende sorgt.

Im Vorfeld unserer zweiten Premiere im Rahmen des THEATERTREFFEN „und im blau zu verschwinden“, laden wir Sie am 8. März um 11.00 Uhr ins Opernfoyer zu einer Matinee mit der preisgekrönten Autorin Zsuzsa Bánk, moderiert von Anke Johannsen. Bánk wird aus ihrem Roman „Sterben im Sommer“ lesen, der den Ausgangspunkt der Produktion „und im blau zu verschwinden“ bildet.

Frei nach Zsuzsa Bánks Roman „Sterben im Sommer“ und mit Texten der franko-kanadischen Autorin Evelyne de la Chenelière, lädt „und im Blau zu verschwinden“ das Publikum zu einer einzigartigen Reise zwischen Leben und Tod, Lachen und Weinen, Großem und Banalem ein. Zsuzsa Bánk wird auch bei „im blau zu verschwinden“ live auf der Bühne sein, gemeinsam mit Evelyne de la Chenelière, die als Autorin und Schauspielerin seit Jahren die Theaterszene in Quebec prägt, dem Tänzer Lutz Förster, der 40 Jahre lang im Ensemble des Tanztheater Wuppertal-Pina Bausch getanzt hat, Schauspielerin Stefanie Winner und Spieltrieb-Mitglied Amanda Kirchner. Ein Theaterabend über das Übersetzen. Eine Begegnung der besonderen Art. Premiere ist am 13. März im FOYER III.

Vom 14. bis 15. März freuen wir uns auf das Staatsschauspiel Dresden mit der Farce „Bandscheibenvorfall – Ein Abend für Leute mit Haltungsschäden“ von Ingrid Lausund. In dieser Bürokomödie kämpfen fünf Angestellte um ihren Platz in der Hierarchie. Zwischen exzessiv genutzter Kaffeemaschine und Raucherkabuff, in das sich auch mal für diskrete Gefühlsausbrüche zurückgezogen werden kann, versucht jeder beim Chef den besten Eindruck zu machen. „Dieses absurd-komische Psychogramm ist viel mehr als nur ein unterhaltsamer Abgesang auf Selbstoptimierungsstrategien, Motivationscoachings und Arbeitsanglizismen: ein großer Spaß mit einem doch Hoffnung gebenden Ende und viel, viel zum Nachdenken und Selbstoptimieren.“ (Dresdner Neueste Nachrichten)

Nach dem THEATERTREFFEN erwarten uns am 27. und 28. März im FOYER III noch ein Wiedersehen mit Friederike Becht in „Vor aller Augen“ von Martina Clavadetscher. Und am 29. März freuen wir uns einmal mehr auf das Berliner Maskentheater FAMILIE FLÖZ mit ihrer neuen Produktion „FINALE (eine Ouvertüre)“. Nach der umjubelten Premiere im Februar gibt es nun ein zweites Mal die Gelegenheit, sich von den faszinierenden Geschichten dieses einzigartigen Ensembles verzaubern zu lassen. „Und wie eh und je folgt oft Poesie nach wenigen Augenblicken auf Übermut.“ (Rheinische Post)



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2025-26
Entdecken Sie unsere Premieren, Gastspiele und Wiederaufnahmen
Hochkarätige Gastspiele und spannende Eigen- und Koproduktionen machen den Spielplan des Schauspiel Duisburg aus. Besonderer Schwerpunkt: Produktionen mit jungen Menschen aus der Region im Rahmen von „Spieltrieb - Jugendclub im Theater Duisburg".

Vor, auf
und hinter
der Bühne

Schauspiel hat es in der langen Geschichte des Theaters Duisburg immer gegeben - schließlich wurde das Haus 1912 mit Lessings „Minna von Barnhelm“ eröffnet. Ein eigenes Schauspiel Ensemble hingegen nie. Das hat sich 2005 mit der Gründung von „Spieltrieb – Jugendclub im Theater Duisburg“ geändert. Seit 2010 entsteht pro Saison auch eine Produktion mit professionellen Schauspielern. Seit 2012 kommt es dabei immer wieder zu Projekten, in denen sich die Ebenen vermischen, bei denen jugendliche Laien mit professionellen Schauspielern auf der Bühne stehen. Seit 2019 werden wir dafür auch im Programm „NEUE WEGE“ vom Land NRW gefördert.

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