© Olaf Struck
Schauspiel
Schauspiel Duisburg
Liebes Publikum, sehr geehrte Damen und Herren,
im April stehen zwei besondere Premieren auf unserem Programm. Im Großen Haus präsentieren wir am 28. April Dirk Schäfers neuen Abend: „Salto Cannibale - Eine musikalisch-literarische Spurensuche zum Thema Kolonialismus“. Dirk Schäfers musikgeladene Forschungsreise auf den Spuren des Kolonialismus von der Kaiserzeit bis heute ist eine wilde Mischung aus Jazz, Blues, Poetry und Rap, Heine, Queen, Schubert und seinen eigenen Texten. Ein beherzter Blick auf koloniale Logik, von Duisburg bis Namibia, von Feuerland bis Hamburg, von Hagenbeck bis in die eigene Familie. Begleitet wird er dabei von Angela Frontera (Schlagzeug & Percussion), Wolfram Nerlich (Bass) und Ferdinand von Seebach (Piano, Posaune und musikalische Leitung). „Dirk Schäfer und seine Band begeistern.“ (NDR 1 - Welle Nord) Bei der Uraufführung im November 2024 am Schauspielhaus Kiel wurde der Abend von Presse und Publikum gefeiert. „Nur Erinnerung kann verändern. Standing Ovations.“ (Kieler Nachrichten) In Kooperation mit der Landeszentrale für Politische Bildung Nordrhein-Westfalen spielen wir am 29. April um 11 Uhr eine Vorstellung für Schulen. Und im Anschluss an die zweite Vorstellung am 29. April um 19:30 Uhr gibt es ein Nachgespräch mit dem Historiker Dr. Stephan Malinowski.
Im FOYER III spannen wir in unserer neuen Produktion „Gi3F (Gott ist drei Frauen)“ den geschichtlichen Bogen noch weiter: vom Anbeginn der Welt bis zu ihrem Untergang. Die mit dem Nestroy-Preis ausgezeichnete österreichische Autorin Kiki Miru Miroslava Svolikova entwirft in ihrem 2019 entstandenen Text ein Universum, in dem Gott keine alte, patriarchale Figur ist, sondern drei Frauen, die die Erde beobachten – gerade in dem Moment, in dem alles aus den Fugen gerät. Mit viel Witz, klugen Einsichten und überraschenden Perspektiven reflektiert sie den Zustand unserer Welt, beschäftigt sich spielerisch mit den großen Fragen nach dem Woher und Wohin. Regie führt Eva Zitta. Es spielen Katharina Abel, Thekla Viloo Fliesberg (zum ersten Mal bei uns am Schauspiel Duisburg), Tatjana Poloczek und Sarah Steinbach, die von 2017 bis 2020 bei „Spieltrieb – Jugendclub im Theater Duisburg“ aktiv war und jetzt nach ihrer Schauspielausbildung in Leipzig und Studio-Zeit am Düsseldorfer Schauspielhaus zum ersten Mal als Profi bei uns auf der Bühne steht. Wer die großen Fragen der Menschheit mit einem Augenzwinkern betrachtet, sollte sich den Abend nicht entgehen lassen. Premiere ist am 17. April.
Am Osterwochenende gibt es am 04. April im Großen Haus ein Wiedersehen mit den ???-Kids. Im Dezember 2024 war das Westfälische Landestheater mit „Die drei ??? Kids - Der singende Geist“ unser Weihnachtsmärchen. Jetzt kommen die drei Detektive Justus, Peter und Bob noch einmal nach Duisburg, um das Rätsel der alten Standuhr zu lösen, die plötzlich für so viel Aufmerksamkeit auf dem Schrottplatz von Onkel Titus sorgt. Und wie vor zwei Jahren ist die Nachfrage nach Karten sehr groß. Es gibt nur noch Plätze im zweiten Rang.
Am Ostermontag 06. April ist Bühne Cipolla einmal mehr mit ihrem Figurentheater für Erwachsene mit Live-Musik bei uns auf der Bühne zu Gast. Zum 19. Mal präsentieren Sebastian Kautz und Gero John Stefan Zweigs Meisterwerk „Schachnovelle“. Ein paar gedruckte Zeilen – die banalen Aufgaben eines Schachrepetitoriums – helfen Dr. B. monatelange Einzelhaft und zermürbende Verhöre in einem diktatorischen Regime zu überleben. Doch die ersehnte Rettung durch geistige Beschäftigung schlägt ins fatale Gegenteil um, als er beginnt, im Kopf Schach gegen sich selbst zu spielen. Zur Premiere 2015 schrieb die Neue Ruhr Zeitung: „Es gehört zu den Stärken von Kautz, auch unvorbereitete Zuschauer auf diese fein gesponnene Schauspiel-Reise spontan mitzunehmen, die John mit intensiven Streicher-Klängen und atmosphärischem Bandoneon-Spiel begleitet.“
Mit Dennis Kellys packendem Monolog „Girls & Boys“ waren wir im Februar im Theater Gütersloh zu Gast. Die Gütersloher Tageszeitung „Die Gocke“ berichtete begeistert: „Im Theater Gütersloh brilliert Friederike Becht in ‚Girls & Boys‘ mit einer intensiven Solo-Performance über Liebe und Kontrollverlust. […] Es ist das intensive Spiel mit dem Becht mitreißt. Jeder Schmerz, jede Freude, alle Lust wird in Gesicht und Körperhaltung deutlich. Lässt mitfühlen, verstehen, lenkt wieder ab von ihren tragischen Erlebnissen.“ Ein Monolog, der nachklingt. Bei uns einmal mehr am 19. April auf der Bühne.
Dass auch ein Essay als Vorlage für einen fesselnden Theaterabend dienen kann, hat „Spieltrieb – Jugendclub im Theater Duisburg“ mit seiner neuen Produktion „Ein Zimmer für sich allein“ bewiesen. Natürlich ist es nicht irgendein Essay, sondern Virginia Woolfs pointierte Analyse patriarchaler Muster, dem das zehnköpfige Ensemble spielerisch Leben verleiht. „Was Spieltrieb da auf die Bühne des FOYER III bringt, ist schlichtweg sensationell gut“, urteilte die Rheinische Post zur Premiere im Rahmen der diesjährigen Akzente. „Das jugendliche Schauspiel-Ensemble meistert die Textpassagen grandios. Der Gefahr, dass der Theaterabend zu einer Art Thesen-Deklamations-Schau wird, entgeht die Spieltrieb-Produktion zum einen durch eine kultivierte Sprechkultur, zum anderen durch das, was den Spieltrieb ausmacht: das Spiel. Da gibt es immer wieder neue Formationen, Schilderungen aus dem Essay werden zu Szenen, es wird gesungen und musiziert, zwei nicht-deutsche Schauspielerinnen begleiten in ihrer Sprache den Monolog einer deutschsprachigen Schauspielerin, da wird pantomimisch gezeigt, was schwer in Worte zu kleiden ist: kurzum, es werden die Register gezogen, die den Abend sehenswert machen.“ Ab 22. April steht „Ein Zimmer für sich allein“ wieder bei uns auf dem Spielplan im FOYER III.
Einen Tag später am 23. April kommen dort alle, die sich rechtzeitig Karten besorgt haben, in den Genuss von „Being Freddie Mercury“. Einmal mehr ist Kai Bettermanns „poetischer Trip in einen Mythos“ ausverkauft. Und obwohl es auf unserem Halbjahresplakat so gedruckt steht, wird die 40. Vorstellung am 25. Juni nun doch noch nicht die letzte sein. Auch in der nächsten Spielzeit bleibt die Collage aus Songs und Geschichten rund um den unvergessenen Frontmann der Rockgruppe Queen im Programm.
Herzlich Willkommen!
Im FOYER III spannen wir in unserer neuen Produktion „Gi3F (Gott ist drei Frauen)“ den geschichtlichen Bogen noch weiter: vom Anbeginn der Welt bis zu ihrem Untergang. Die mit dem Nestroy-Preis ausgezeichnete österreichische Autorin Kiki Miru Miroslava Svolikova entwirft in ihrem 2019 entstandenen Text ein Universum, in dem Gott keine alte, patriarchale Figur ist, sondern drei Frauen, die die Erde beobachten – gerade in dem Moment, in dem alles aus den Fugen gerät. Mit viel Witz, klugen Einsichten und überraschenden Perspektiven reflektiert sie den Zustand unserer Welt, beschäftigt sich spielerisch mit den großen Fragen nach dem Woher und Wohin. Regie führt Eva Zitta. Es spielen Katharina Abel, Thekla Viloo Fliesberg (zum ersten Mal bei uns am Schauspiel Duisburg), Tatjana Poloczek und Sarah Steinbach, die von 2017 bis 2020 bei „Spieltrieb – Jugendclub im Theater Duisburg“ aktiv war und jetzt nach ihrer Schauspielausbildung in Leipzig und Studio-Zeit am Düsseldorfer Schauspielhaus zum ersten Mal als Profi bei uns auf der Bühne steht. Wer die großen Fragen der Menschheit mit einem Augenzwinkern betrachtet, sollte sich den Abend nicht entgehen lassen. Premiere ist am 17. April.
Am Osterwochenende gibt es am 04. April im Großen Haus ein Wiedersehen mit den ???-Kids. Im Dezember 2024 war das Westfälische Landestheater mit „Die drei ??? Kids - Der singende Geist“ unser Weihnachtsmärchen. Jetzt kommen die drei Detektive Justus, Peter und Bob noch einmal nach Duisburg, um das Rätsel der alten Standuhr zu lösen, die plötzlich für so viel Aufmerksamkeit auf dem Schrottplatz von Onkel Titus sorgt. Und wie vor zwei Jahren ist die Nachfrage nach Karten sehr groß. Es gibt nur noch Plätze im zweiten Rang.
Am Ostermontag 06. April ist Bühne Cipolla einmal mehr mit ihrem Figurentheater für Erwachsene mit Live-Musik bei uns auf der Bühne zu Gast. Zum 19. Mal präsentieren Sebastian Kautz und Gero John Stefan Zweigs Meisterwerk „Schachnovelle“. Ein paar gedruckte Zeilen – die banalen Aufgaben eines Schachrepetitoriums – helfen Dr. B. monatelange Einzelhaft und zermürbende Verhöre in einem diktatorischen Regime zu überleben. Doch die ersehnte Rettung durch geistige Beschäftigung schlägt ins fatale Gegenteil um, als er beginnt, im Kopf Schach gegen sich selbst zu spielen. Zur Premiere 2015 schrieb die Neue Ruhr Zeitung: „Es gehört zu den Stärken von Kautz, auch unvorbereitete Zuschauer auf diese fein gesponnene Schauspiel-Reise spontan mitzunehmen, die John mit intensiven Streicher-Klängen und atmosphärischem Bandoneon-Spiel begleitet.“
Mit Dennis Kellys packendem Monolog „Girls & Boys“ waren wir im Februar im Theater Gütersloh zu Gast. Die Gütersloher Tageszeitung „Die Gocke“ berichtete begeistert: „Im Theater Gütersloh brilliert Friederike Becht in ‚Girls & Boys‘ mit einer intensiven Solo-Performance über Liebe und Kontrollverlust. […] Es ist das intensive Spiel mit dem Becht mitreißt. Jeder Schmerz, jede Freude, alle Lust wird in Gesicht und Körperhaltung deutlich. Lässt mitfühlen, verstehen, lenkt wieder ab von ihren tragischen Erlebnissen.“ Ein Monolog, der nachklingt. Bei uns einmal mehr am 19. April auf der Bühne.
Dass auch ein Essay als Vorlage für einen fesselnden Theaterabend dienen kann, hat „Spieltrieb – Jugendclub im Theater Duisburg“ mit seiner neuen Produktion „Ein Zimmer für sich allein“ bewiesen. Natürlich ist es nicht irgendein Essay, sondern Virginia Woolfs pointierte Analyse patriarchaler Muster, dem das zehnköpfige Ensemble spielerisch Leben verleiht. „Was Spieltrieb da auf die Bühne des FOYER III bringt, ist schlichtweg sensationell gut“, urteilte die Rheinische Post zur Premiere im Rahmen der diesjährigen Akzente. „Das jugendliche Schauspiel-Ensemble meistert die Textpassagen grandios. Der Gefahr, dass der Theaterabend zu einer Art Thesen-Deklamations-Schau wird, entgeht die Spieltrieb-Produktion zum einen durch eine kultivierte Sprechkultur, zum anderen durch das, was den Spieltrieb ausmacht: das Spiel. Da gibt es immer wieder neue Formationen, Schilderungen aus dem Essay werden zu Szenen, es wird gesungen und musiziert, zwei nicht-deutsche Schauspielerinnen begleiten in ihrer Sprache den Monolog einer deutschsprachigen Schauspielerin, da wird pantomimisch gezeigt, was schwer in Worte zu kleiden ist: kurzum, es werden die Register gezogen, die den Abend sehenswert machen.“ Ab 22. April steht „Ein Zimmer für sich allein“ wieder bei uns auf dem Spielplan im FOYER III.
Einen Tag später am 23. April kommen dort alle, die sich rechtzeitig Karten besorgt haben, in den Genuss von „Being Freddie Mercury“. Einmal mehr ist Kai Bettermanns „poetischer Trip in einen Mythos“ ausverkauft. Und obwohl es auf unserem Halbjahresplakat so gedruckt steht, wird die 40. Vorstellung am 25. Juni nun doch noch nicht die letzte sein. Auch in der nächsten Spielzeit bleibt die Collage aus Songs und Geschichten rund um den unvergessenen Frontmann der Rockgruppe Queen im Programm.
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Hochkarätige Gastspiele und spannende Eigen- und Koproduktionen machen den Spielplan des Schauspiel Duisburg aus. Besonderer Schwerpunkt: Produktionen mit jungen Menschen aus der Region im Rahmen von „Spieltrieb - Jugendclub im Theater Duisburg".
Vor, auf
und hinter der Bühne
und hinter
Schauspiel hat es in der langen Geschichte des Theaters Duisburg immer gegeben - schließlich wurde das Haus 1912 mit Lessings „Minna von Barnhelm“ eröffnet. Ein eigenes Schauspiel Ensemble hingegen nie. Das hat sich 2005 mit der Gründung von „Spieltrieb – Jugendclub im Theater Duisburg“ geändert. Seit 2010 entsteht pro Saison auch eine Produktion mit professionellen Schauspielern. Seit 2012 kommt es dabei immer wieder zu Projekten, in denen sich die Ebenen vermischen, bei denen jugendliche Laien mit professionellen Schauspielern auf der Bühne stehen. Seit 2019 werden wir dafür auch im Programm „NEUE WEGE“ vom Land NRW gefördert.
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