© Katrin Ribbe
Schauspiel

Schauspiel Duisburg

Liebes Publikum, sehr geehrte Damen und Herren,
der Mai bringt große Gastspiele, letzte Chancen, eine Premiere und ein Wiedersehen mit Dauerbrennern auf unsere Bühnen.

In den Wonnemonat starten wir am 02. Mai mit „HOKUSPOKUS“ im Großen Haus. „FAMILIE FLÖZ erzählt das Leben hier im Zeitraffer, hintergründig und mit viel Witz in ihrer bislang wohl emotionalsten Produktion“, so die Berliner Morgenpost zur Uraufführung im Juni 2022. Aus Dunkel wird Licht, das erste Liebespaar wagt die ersten Schritte – und stolpert prompt in die Achterbahn des Lebens: romantische Zweisamkeit, turbulenter Familienalltag, Glücksmomente und Schicksalsschläge. „FAMILIE FLÖZ lässt die Wirkungsmaschine Theater triumphieren.“ (nachtkritik.de)

Im Großen Haus begrüßen wir am 14. und 15. Mai das Thalia Theater Hamburg mit „Arendt – Denken in finsteren Zeiten“. Die Titelrolle spielt Corinna Harfouch! Wir begleiten eine der scharfsinnigsten und provokantesten Denker*innen des 20. Jahrhunderts auf eine Reise surrealen Erinnerns: von Deutschland und dem aufkommenden Faschismus, über Frankreich, bis nach New York City - wo zwischen Liebe und Staatenlosigkeit, Arendts Suche nach einer geistigen Heimat zur Ruhe kommt. Dann aber: Jerusalem 1961, der Eichmann-Prozess. Was sich mit ihrer Theorie über die Banalität des Bösen als scharfe Gegenwartsanalyse entpuppt, entfacht gleichzeitig einen der größten Intellektuellen-Skandale. Mit ihrem bereits in Dänemark umjubelten fiktiven Drama, imaginiert Rhea Leman in einem hellsichtigen Psychogramm Arendts Gefühlswelten und wagt dabei den Schritt ins Fantastisch-Absurde. Frei nach dem arendtschen Prinzip „Denken ohne Geländer“. Regisseur Tom Kühnel bringt diesen anregenden wie lustvollen Abend auf die Bühne und nimmt die Zuschauenden nicht nur mit auf eine Reise durch die Zeiten, sondern auch durch die Genres – von Film noir bis Groteske. Über die Deutschsprachige Erstaufführung im Oktober 2025 urteilte das Hamburger Abendblatt: „Neben einer überragenden Corinna Harfouch, die alle Facetten der Selbstbehauptung, des Zweifelns und der gedanklichen Schärfe nuanciert beherrscht, glänzen auch ihre beiden Mitspieler André Szymanski und Oliver Mallison in diversen Nebenrollen. (...) Ein wichtiger, eindringlicher Theaterabend über die Kraft des Denkens. Auch in finsteren Zeiten.“

Und am 18. Mai freuen wir uns auf das Hessische Landestheater Marburg. Auf der Bühne präsentieren wir „Eine Arbeiterin. Leben, Alter und Sterben“. Didier Eribons Essay über seine Mutter wurde von der bundesweit erfolgreichen Regisseurin Sandra Strunz einfühlsam auf die Bühne gebracht. „Ein gesellschaftlich wichtiges, überwiegend beiseite geschobenes Thema wird eindrücklich adressiert. Es betrifft alle Menschen, die Mütter und Väter, Großmütter und Großväter haben. Inspiriert und nachdenklich geht man aus dem Abend.“ (nachtkritik.de)




Will­kommen
zur Spiel­zeit
2025-26
Entdecken Sie unsere Premieren, Gastspiele und Wiederaufnahmen
Hochkarätige Gastspiele und spannende Eigen- und Koproduktionen machen den Spielplan des Schauspiel Duisburg aus. Besonderer Schwerpunkt: Produktionen mit jungen Menschen aus der Region im Rahmen von „Spieltrieb - Jugendclub im Theater Duisburg".

Vor, auf
und hinter
der Bühne

Schauspiel hat es in der langen Geschichte des Theaters Duisburg immer gegeben - schließlich wurde das Haus 1912 mit Lessings „Minna von Barnhelm“ eröffnet. Ein eigenes Schauspiel Ensemble hingegen nie. Das hat sich 2005 mit der Gründung von „Spieltrieb – Jugendclub im Theater Duisburg“ geändert. Seit 2010 entsteht pro Saison auch eine Produktion mit professionellen Schauspielern. Seit 2012 kommt es dabei immer wieder zu Projekten, in denen sich die Ebenen vermischen, bei denen jugendliche Laien mit professionellen Schauspielern auf der Bühne stehen. Seit 2019 werden wir dafür auch im Programm „NEUE WEGE“ vom Land NRW gefördert.

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